Was ist Kokosöl?

Als Kokosöl wird das reine, native Fett aus der Kokosnuss, das erst ab 24 Grad flüssig wird und bei Temperaturen unter 24 Grad Celsius hart. Aus diesem Grund wird reines Kokosöl nicht in Flaschen angeboten, wie andere Ölsorten, sondern in Schraubgläsern. Da das Öl der Kokosnuss zwar eine Vielzahl hochwertiger Inhaltsstoffe enthält, aber nur sehr wenig ungesättigte Fettsäuren, kann es in ungetönten Schraubgläsern verkauft werden, ohne an Qualität zu verlieren. Es besteht keine Gefahr der Oxidation oder, dass das Öl ranzig werden könnte.

Wie wir es hergestellt?

Um Kokosnussöl herstellen zu können, wird das Fruchtfleisch der Kokosnuss aus der Nuss herausgeschabt, zerkleinert, getrocknet und kalt gepresst. Das Fruchtfleisch der Kokosnuss wird auch Nährgewebe oder Kopra genannt. Kokosöl hat natürlicherweise eine weiße oder gelbliche Farbe, riecht angenehm nach Kokosnuss und ist reich an gesättigten Fettsäuren, daher verfestigt es sich bei Temperaturen unter 24 Grad Celsius. Aus der ausgepressten Kopra wird dann das Kokosmehl gemahlen, das in der Küche, der Backstube, aber in der Tierernährung noch Verwendung finden kann.

Inhaltsstoffe

Die gesättigten Fettsäuren im Kokosöl machen mit 99 % den Hauptbestandteil aus und sind in Triglyceriden gebunden. Es sind verschiedene Stoffgruppen enthalten, wie z. B. die Palmitinsäure, die Myristinsäure, die Laurinsäure, die Oleinsäure (die eine einfach ungesättigte Fettsäure ist), sowie die mittelkettigen Fettsäuren Capryl-, Caprin- und Capronsäure. Die außergewöhnlichen und bekannten Eigenschaften des Kokosöls sind fast ausschließlich auf die enthaltenen mittelkettigen Fettsäuren zurückzuführen. Von den 99 Prozent der enthaltenen gesättigten Fettsäuren sind, je nach Ölqualität, zwischen 60 und 70 Prozent mittelkettige Fettsäuren, die besonders leicht verdaulich sind und weniger Kalorien enthalten, als andere gesättigte Fettsäuren. Mittelkettige Fettsäuren sind wasserlöslich und gelangen daher schneller in die Blutbahn und in die Leber. Sie bieten dabei nicht nur eine schnell verfügbare Energie, sie wirken im Organismus auch gegen Protozoen, Viren und Bakterien. Zudem sind im Öl noch Aminosäuren, Mineralstoffe, Lactone und Vitamin E enthalten, wenn das Öl nativ gewonnen und nicht raffiniert wurde.